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Silizium ist in der 4. Hauptgruppe (Tetrele) des Periodensystems der Elemente zu finden und zählt zu den Halbmetallen. Elementares Silizium findet in unterschiedlichen Reinheitsgraden Verwendung in der Metallurgie (Ferrosilizium), der Photovoltaik (Solarzellen) und in der Mikroelektronik (Halbleiter, Computerchips). Silizium tritt in der Natur ausschließlich als Oxid auf, und zwar entweder in Form von Siliziumdioxid oder in Form silikatischer Mineralien. Es ist für gewöhnlich vierwertig, es existieren allerdings auch synthetisch hergestellte Verbindungen des zweiwertigen Siliziums (Silylene). Es gibt eine Vielzahl natürlicher chemischer Verbindungen, in denen Silizium vorkommt, nämlich die Silikate. So bestehen Sand, Ton und Quarz vorwiegend aus Siliziumdioxid. Silizium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste Element der Erdkruste, da es Bestandteil eines Großteils der Minerale ist. Wesentliches Bauelement aller Silizium-Sauerstoff-Verbindungen sind SiO4-Tetraeder. Durch Polykondensation solcher SiO4-Tetraeder, die über gemeinsame Ecken, Kanten oder Flächen verknüpft werden, können komplexe Ketten, Ringe, Schichten und andere Vernetzungsmuster ausgebildet werden. Eine Lebensform, die dieses Prinzip ausnutzt, sind die Kieselalgen (Diatomeen), welche sich durch Kondensation von Monokieselsäure Si(OH)4 ein Exoskelett aus Siliziumdioxid aufbauen. Aus der Pflanzenwelt sei der Schachtelhalm erwähnt, welcher in seinen Blättern durch ein Siliziumdioxidgerüst zusätzliche Stabilität erhält. Siehe auch Kieselsäure Werden solche SiO4-Tetraeder durch organische Reste modifiziert und polymerisiert, erhält man die Silikone (Silicone), die zu den wichtigsten industriellen Kunststoffen gehören. Silikone und Silizium selbst werden von Nichtfachleuten öfters verwechselt, da die englischen Namen (silicone und silicon) sehr ähnlich sind. Elementares Silizium erhält man durch Reduktion von Siliziumdioxid mit Kohlenstoff in dem Lichtbogenofen bei Temperaturen von etwa 2 Tausend °C. Das erhaltenen Rohsilizium (Reinheit 98-99 %) ist für metallurgische Zwecke ausreichend sauber, muss für Solaranwendungen oder für den Gebrauch in der Mikroelektronik jedoch weiter aufgereinigt werden. Dazu wird es in dem Siemens-Verfahren zunächst mir gasförmigen Chlorwasserstoff zu Trichlorsilan (Silicochloroform ) umgesetzt. Si + 3 HCl -----> H2 + HSiCl3 Nach aufwändigen Destillationsschritten wird das Silicochloroform in Anwesenheit von Wasserstoff in einer Umkehrung der obigen Reaktion an beheizten Reinstsiliciumstäben wieder thermisch zersetzt. Das elementare Silicium wächst dabei auf die Stäbe auf. Der dabei freiwerdende Chlorwasserstoff wird in den Kreislauf zurückgeführt. Das so erhaltene Silizium ist für die Herstellung von Solarpanels geeignet und besitzt eine Reinheit von > 99.99 %. Um schließlich hochreines, kristallines Silicium zu erhalten, wie es in der Mikroelektronik benötigt wird, wird das Reinsilizium in Quarztiegeln geschmolzen. Ein Impfkristall aus hochreinem Silizium wird in diese Schmelze gebracht und langsam unter Drehen aus der Schmelze herausgezogen, wobei hochreines Silizium kristallin auf dem Kristall wächst und Verunreinigungen in der Schmelze zurückbleiben. Das Verfahren wird als Tiegelziehen genannt. Physikalischer Hintergrund dieses Reinigungsverfahrens ist die Schmelzpunktserniedrigung . Alternativ kann auch eine Schmelzzone (elektrische Heizung) durch einen nachdem Siemensverfahren gewonnenen Siliziumstab gefahren werden, wobei sich die Verunreinigungen in der Schmelze lösen und mitwandern (so genanntes Zonenschmelzen). Hochreines, kristallines Silizium ist das Grundmaterial schlechthin für die Mikroelektronik. Alle gängigen Computer-Chips, Speicher, Transistoren etc. benutzen hochreines Silizium als Ausgangsmaterial. Diese Anwendungen beruhen auf der Tatsache, dass Silizium ein Halbleiter ist. Durch die gezielte Einlagerung von Fremdatomen (Dotierung), wie beispielsweise Arsen, Antimon, Bor oder Phosphor, können die elektrischen Merkmalen von Silizium in einem weiten Bereich verändert werden. Dadurch lassen sich verschiedenste elektronische Schaltungen realisieren. Wegen der zunehmenden Bedeutung der elektronischen Schaltungen spricht man auch vom Silizium-Zeitalter. Eine weitere wichtige Anwendung von Silizium findet sich in der Fotovoltaik, also Solarzellen. Hier werden ebenfalls die halbleitenden Merkmalen des Siliziums ausgenutzt. Elementares Silizium ist in dem Handel in der Regel als braunes Pulver oder als grau-schwarze Kristalle erhältlich. Hochreines Silizium für Solarpanels oder Halbleiter weist einen typischen metallischen Glanz auf. Verbindungen, in denen Silizium vorkommt:
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· Diese Seite wurde bisher 3.784 mal abgerufen. · Letzte Counteraktualisierung erfolgte am 12.05.2008 um 13:54:20 · Diese Seite wurde zuletzt geändert um 14:35, 28. Sep 2004. · Letzte Portalaktualisierung erfolgte um 08:00:00 GMT, 25.02.2008 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Silizium aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Inhalte. In der Wikipedia ist eine Autorenauflistung verfügbar.
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